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Neuropsychologie und klinische Psychologie

In der Psychologie gehen wir vor allem auf Probleme in der Entwicklung der geistigen Fähigkeiten oder deren Störung nach einer akuten Hirnschädigung ein. Darüber hinaus wollen wir Hilfen geben bei Verhaltensproblemen und psychischen Störungen und unsere Patienten wie auch die Eltern beim Umgang mit der Krankheit und Behinderung unterstützen.

Besonders wichtig ist in der Psychologie zunächst immer eine genaue Diagnostik. Sie kann in vielfältiger Weise durch ausführliche Gespräche, Fragebögen, genaue Testuntersuchungen (nach vorgegebenen Anweisungen) oder die sorgfältige Beobachtung des Patienten erfolgen. Alle Untersuchungsergebnisse werden ausführlich mit den Eltern und soweit möglich den Patienten besprochen.

Neuropsychologische Diagnostik beschäftigt sich u. a. mit Entwicklungs- und Schuleignungsdiagnostik, Intelligenz, feinmotorischen Fähigkeiten, Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen, Lernen und Gedächtnis, visueller Wahrnehmung und räumlich-konstruktiven Fähigkeiten, sogenannten Exekutivfunktionen wie Handlungsplanung, Prolblemlösungsfähigkeiten und abstraktem Denken. Ferner werden Störungen wie Neglect, Apraxien und Agnosien diagnostiziert. Es werden dazu zahlreiche standardisierte Testverfahren eingesetzt.

Im Kleinkindalter führen wir eine ganzheitliche Entwicklungsdiagnostik mit besonders geeigneten Verfahren zur Ermittlung des Standes der geistigen und sozialen Entwicklung des Kindes im Vergleich zu seiner Altersgruppe durch.


Nach akuten Hirnschädigungen (z. B. durch Unfallverletzung) geht es darum, die natürlichen Vorgänge der Erholung und funktionellen Reorganisation des Gehirns optimal zu unterstützen und zu fördern. Wir wollen die vorhandenen Ressourcen aktivieren, um die Kompensation möglicher Einbußen der Hirnleistungsfähigkeit gezielt anzuregen. Neuropsychologische Therapie umfasst dazu ein Funktionstraining mit computergestützten und spielerisch-handlungspraktischen Materialien sowie die Bearbeitung von konkreten Aufgaben in den Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration, Gedächtnis, visuelle Exploration und Problemlösefähigkeiten. Es werden Einzel- und Gruppentherapien durchgeführt zur Verbesserung der Orientierung, der Kommunikation in allen Phasen der Rehabilitation einschließlich eines frühen Dialogaufbaus bei Wachkomapatienten und Strukturierung des Stationsalltags bei desorientierten Patienten.

Weitere Elemente der Therapie sind:

  • Entspannungstraining und Aktivierung im Rahmen spielerischer Übungen (Gruppentherapie)
  • Soziales Kompetenztraining, Behandlungsprogramm zur Schmerzwahrnehmung und Schmerzbewältigung
  • Beratung und Behandlung bei Problemen im Umgang mit Krankheit und Behinderung unter Einsatz verhaltenstherapeutisch orientierter Methoden und kurzzeittherapeutisch-lösungsorientierten Behandlungsansätzen
  • Kriseninterventionen
  • Elterngespräche

Klinisch-psychologische Diagnostik erfasst alle Formen von Auffälligkeiten und Störungen des Verhaltens und emotionalen Erlebens wie internalisierende Auffälligkeiten (Ängstlichkeit, Depression, sozialer Rückzug, körperliche Beschwerden) und externalisierende Störungen (dissoziales und aggressives Verhalten), Selbstwert und Selbstbild und Lebenszufriedenheit.

Diagnostische und therapeutische Maßnahmen außerhalb unserer Einrichtung:

  • Therapeutische Begleitung von Arbeits- und Belastungserprobungen
  • Externes Orientierungstraining, externes Training von Alltagsaktivitäten

Ziel der Behandlung ist es, das Entwicklungspotenzial unserer Patienten optimal zu fördern, um auf diese Weise eine Verbesserung alltagspraktischer und kognitiver Fähigkeiten, eine frühzeitige Kompensation von Entwicklungsrückständen sowie eine bestmögliche Integration in Familie, Schule, Berufsausbildung, Fördereinrichtung und zu erreichen.